Übersäuerung als Ursache von Haarausfall

Übersäuerung

Es ist erwiesen, dass 85 % des Haarausfalls auf den Mineralstoffverzehr des Haarbodens zurückzuführen ist, welcher die Säuren im Körper neutralisiert. Die restlichen 15 % teilen sich wie folgt auf: 5 % gehen auf verschiedene Formen von Vergiftungen des Organismus zurück. Weitere 5 % gehen auf Mineralstoffverluste während einer Schwangerschaft zurück, 3 % auf Stress und seelische Probleme und jeweils 1 % auf hormonelle bzw. erblich-genetische Ursachen.

Selbst wenn Sie nicht zu den glücklichen 85 % gehören, die den Haarausfall, durch Entsäuerung des Körpers und durch ausreichende Versorgung mit Mineralien, aufhalten können, so sei gesagt, dass grundsätzlich die Physiologie eines jeden Haares dieselbe ist. Eine Entsäuerung hat bei  jeder Haarausfallbehandlung einen hohen Stellenwert.

Ursachen für eine Übersäuerung

Häufig sind sowohl Stress als auch akute und chronische Krankheiten die Ursache für eine Übersäuerung. Doch auch durch die Aufnahme von säurebildenden Lebensmitteln wie z.B. tierischen Eiweißen (Fleisch, Fisch, Eier), Milchprodukten und durch den Verzehr von Kaffee oder Alkohol können wir den Säure-Basen-Haushalt durcheinander bringen, sofern nicht genug basenreiche Nahrungsmittel wie Kartoffeln, Gemüse oder Obst zum Ausgleich gegessen werden.

Gemessen wird der Säure-Basen-Haushalt mittels pH-Wert. Dieser gibt an, ob ein neutrales (pH-Wert 7), saures (pH-Wert <7) oder basisches (pH-Wert >7) Milieu vorliegt. Der pH-Wert im Blut schwankt zwischen den Werten 7,35 und 7,45. Eine Übersäuerung, auch als Azidose bezeichnet, liegt vor, wenn der pH-Wert im Blut unter 7,35 sinkt. Stoffwechselprozesse können nur mehr eingeschränkt stattfinden und es kommt zu den oben geschilderten Problemen und Symptomen wie Kopfschmerzen, Müdigkeit und Antriebslosigkeit.

Haarausfall ist oft Resultat der Übersäuerung

Zwar gelingt es dem Körper durch verschiedene Puffersysteme und durch Lunge und Niere den Säure-Basen-Haushalt zu regulieren und somit den pH-Wert konstant zu halten, trotzdem kann es zur dauerhaften Säureüberlastung kommen. Dies geschieht, wenn wir unserem Körper nicht genügend Mineralien mit unserer Nahrung liefern, sodass er sich dabei von noch vorhandenen körpereigenen Mineralien bedient, um sie zur Säureneutralisation zu verwenden.

Unglücklicherweise entzieht der Körper die Mineralien zu aller erst dem Haarboden, da er sie von dort am schnellsten bekommt. Auf diese Weise entzieht er unserem Haar gleichzeitig auch die Nährstoffe. Die Haarwurzeln werden wiederum durch den Mineralstoffmangel unterversorgt und es lagern sich sogenannte Schlacken (neutralisierte und abgelagerte Säuren) im Haarboden ab. Der Mineralstoffmangel und die Verschlackung des Haarbodens führen dazu, dass die Haarwurzeln verkümmern, nicht mehr nachwachsen und schließlich ausfallen.

Behandlung

Eine chronische Übersäuerung ist meist das Ergebnis einer über mehrere Jahre hinweg durchgeführte ungesunde Ernährung. Abhilfe schafft hier schon eine bloße Ernährungsumstellung, indem man bewusst auf säurebildende Nahrungsmittel verzichtet, diese aber nicht ganz vom Ernährungsplan streicht, da sie wichtige Bestandteile wie Eiweiß, Vitamine und Mineralstoffe enthalten. Denn auch wenn es sich dabei um säurebildende Mineralstoffe handelt, so benötigt unser Körper doch alle diese Mineralien, da das saure Phosphor z.B. gemeinsam mit dem basischen Calcium dafür sorgt, dass unsere Knochen und Zähne aufgebaut werden. Voraussetzung für gesunde Knochen ist jedoch, dass ein bestimmtes Verhältnis von sauren und basischen Mineralien vorliegt. Da unser Körper mehr als doppelt so viel Calcium wie Phosphor enthält, sollte unsere Nahrung diese beiden Mineralstoffe in einem ähnlichen Verhältnis enthalten.

Doch auch eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr kann unterstützend dabei helfen, dass die Nieren saure Stoffwechselprodukte ausscheiden. Empfohlen wird eine Trinkmenge von mindestens 2 Litern täglich. Idealerweise in Form von stillem Wasser oder ungezuckerten Tees.

Leider kann auch Bewegungsmangel eine Übersäuerung begünstigen. Daher sollte man sich stets viel bewegen. Der Körper wird so mit mehr Sauerstoff versorgt und das saure Kohlendioxid kann vermehrt abgeatmet werden. Außerdem kann so einer Darmträgheit entgegen gewirkt werden und zusätzlich zu einer vermehrten Ausscheidung von sauren Stoffwechselprodukten führen. Ebenfalls wird durch das Schwitzen saurer Schweiß abgesondert.

Weiterhin sollten Stress und Dauerbelastungen weitestgehend vermieden werden, da diese die Ausschüttung von körpereigenen Stresshormonen begünstigen, bei deren Verarbeitung ebenfalls Säuren anfallen können. Zum Ausgleich sollte daher beispielsweise Sport in den Alltag integriert werden, um Stress abzubauen.

 

Ausschlaggebend für einen gesunden Organismus und dementsprechend gesundes Haar ist vor allem das Gleichgewicht zwischen Säuren und Basen in unserem Körper. Mithilfe der aufgeführten Maßnahmen können wir dafür sorgen, dass weniger Säuren aufgenommen werden, vermehrt Säuren neutralisiert und ausgeschieden werden und so letztendlich einem Haarausfall entgegenwirken.

Übersäuerung als Ursache von Haarausfall was last modified: Mai 17th, 2016 by admin
Bewerte uns
%d Bloggern gefällt das: