Mythen rund um den Haarausfall

Mythen und Fakten rund um das Thema Haarausfall

Der Haarausfall ist ein aktuelles Thema das viele Menschen beschäftigt. Es ist nicht einfach die Ursache des Haarausfalls festzustellen, da er verschiedene Gründe haben kann. Dennoch gibt es einige Aussagen, die zwar weit verbreitet, aber nicht richtig sind. Wir haben uns die Mythen rund um den Haarausfall genauer angesehen und einen Überblick für Sie zusammengestellt. Vielleicht gibt es ja einige Mythen von denen auch Sie bisher dachten, dass sie wahr sind?

Mythen, die wir alle schon gehört haben:

Zu häufiges Kämmen verursacht Haarausfall

Haben Sie auch schon einmal davon gehört? Diese Aussage ist jedoch falsch. Die Haare die während dem Kämmen in der Haarbürste hängen bleiben sind bereits abgestorben. Sie müssen sich also keine Sorgen machen, dass Sie an Haarverlust leiden, wenn sich nach dem Kämmen einige Haare in der Bürste befinden. Unsere Haare wachsen einige Jahre bis sie absterben. Täglich verlieren wir etwa 100 Haare. Sie können sich also ohne Bedenken mehrmals am Tag kämmen, ohne eine höhere Anzahl an Haare zu verlieren. Das Kämmen ist bestimmt keine Ursache für den Haarausfall.

Haarausfall ist erblich bedingt

Es gibt einen erblich bedingten Haarausfall, auch „androgenetische Alopezie“ genannt. Jedoch ist dieser nur eine mögliche Art des Haarausfalls. Es kann auch viele andere Gründe für den Haarverlust geben, welche nicht immer einfach zu identifizieren sind. Deshalb sollte ein Arzt aufgesucht werden, um die Ursache festzustellen und anschließend eine geeignete Behandlungsmethode auszuwählen. Neben der Vererbung kann der Haarausfall auch durch die Einnahme von Medikamenten, durch eine Chemotherapie, durch eine Stoffwechselerkrankung, durch Stress oder die Ernährung hervorgerufen werden. Wenn Sie also täglich sehr viele Haare verlieren und sich kahle Stellen bilden, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Vielleicht kann die Ursache schnell identifiziert und der Haarausfall gestoppt werden.

Ärger führt zu grauen Haaren

Es gibt immer wieder Gründe sich zu ärgern! Aber leiden Sie deshalb unter grauen Haaren? Wenn Sie bisher davon überzeugt waren, müssen wir Sie nun leider enttäuschen. Diese Aussage zählt eindeutig zu den Mythen, denn die Farbe der Haare ist genetisch bedingt. Sie bekommen graue bzw. weiße Haare, wenn Ihre Haarwurzeln keine Farbpigmente mehr bilden.  Die graue Farbe entsteht durch die Mischung aus weißen und farbigen Haaren.

Erblich bedingter Haarausfall tritt nur bei Männern auf

Alle Frauen würden sich freuen, wenn diese Aussage nicht zu den Mythen zählen würde. Auch dabei handelt es sich aber um einen Mythos, denn sowohl Frauen als auch Männer können an erblich bedingtem Haarausfall leiden. Bei Männern zeigt sich der erblich bedingte Haarausfall meist durch eine Glatze am Hinterkopf oder durch Geheimratsecken. Frauen hingegen bekommen ein lichteres Haar.

Kräftigeres und volleres Haar durch häufigeres Haareschneiden

Das Schneiden der Haare hat keinen Einfluss auf die Haarstruktur und den Haarwuchs. Der Haarschnitt kann das Haar voller und gesünder aussehen lassen. Der Haarwuchs geht jedoch von der Haarwurzel aus, weshalb das Schneiden der Haarspitzen keinen direkten Einfluss auf das Wachstum hat.

Kopfbedeckung fördert Haarausfall

Tragen Sie häufig eine Kappe, eine Mütze oder einen Hut? Dann tragen Sie Ihre Kopfbedeckung gerne weiterhin, denn der Haarwuchs wird dadurch nicht beeinflusst. Bei eng anliegender Kopfbedeckung können die Haare brechen. Dies kann aber ebenso durch Haargummis oder sonstige Maßnahmen wie Föhnen oder Glätten passieren, da die Haare sehr stark beansprucht werden. Es ist also ein Mythos, dass Haarausfall durch das Tragen einer Kopfbedeckung hervorgerufen wird.

Glatze durch häufiges Waschen der Haare

Auch diese Aussage zählt zu den Mythen. Das Waschen der Haare wirkt sich nicht auf die Haarwurzeln aus, es beeinflusst lediglich das äußere Erscheinungsbild. Eine Glatze entsteht, wenn die Haarwuzeln keine Haarzellen mehr produzieren. Zuerst wird das Haar meist feiner, bis irgendwann keine Haare mehr nachwachsen. Häufiges Haarewaschen kann zu einer trockenen Kopfhaut führen, beeinflusst den Haarwuchs aber nicht.

Eine gut durchblutete Kopfhaut führt zu mehr Haarwuchs

Eine regelmäßige Kofpmassage wäre zwar sehr angenehm, hat aber keinen Einfluss auf den Haarwuchs. Sie trägt eventuell zur Entspannung und zum Wohlbefinden bei, wirkt sich jedoch nicht auf die Haare aus. Die Kopfhaut ist außerdem immer sehr gut durchblutet, egal ob Haare vorhanden sind oder nicht. Eine Massage dient also zur Entspannung, den Haarwuchs können Sie dadurch nicht steigern.

Vermehrter Haarverlust in der Schwangerschaft

Die Hormonumstellung während der Schwangerschaft wirkt sich in vielen Fällen auch auf den Haarwuchs aus, allerdings positiv. Oft wachsen die Haare in dieser Zeit besonders gut, fallen jedoch nach der Geburt stark aus. Keine Angst: Einige Monate nach der Geburt normalisiert sich der Haarwuchs wieder.

Wie Sie sehen gibt es Mythen über Mythen zum Thema Haarausfall. Bei wie vielen dachten Sie zuvor, dass es sich um eine wahre Aussage handelt? Kennen Sie weitere Mythen über den Haarverlust oder die Haare im Allgemeinen? Teilen Sie uns diese mit!

Mythen rund um den Haarausfall was last modified: September 15th, 2015 by admin
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