Haartransplantation in der Geschichte

Haartranspantation Geschichte

Der frühe fernöstliche Ursprung

Haartransplantationen (HT) – ein hochmodernes Verfahren unserer heutigen Zeit. Kaum Jemand würde vermuten, dass dieser kosmetische Eingriff seinen geschichtlichen Ursprung bereits im frühen 20. Jahrhundert hat. Die ersten Experimente wurden 1930 von dem japanischen Arzt Dr. Sasegawa durchgeführt.  Er beschäftigte sich vor allem mit dem Einsetzen von Haarschäften in die Haut.

Neun Jahre später verpflanzte der japanischen Dermatologe Dr. Okuda behaarte Kopfhaut auf vernarbte Körperstellen. Es stellte sich schnell heraus, dass die Haare nach einiger Zeit normal weiterwuchsen. Der Japaner vervollständigte so die Narbengebiete an Augenbrauen und Schnauzbärten von Verbrennungsopfern. Ihm war so eine erste Technik zur Haartransplantation gelungen, die später als Punch-Technik bekannt wurde.

Einige Jahre danach entwickelte abermals ein japanischer Dermatologe, Dr. Tamura, eine weitere Methode der HT. Hierbei wurden sogenannte Grafts bei einer Frau eingesetzt. Bei diesen Grafts handelt es sich um einen kleine Streifen mit ein bis drei Haaren. Diese Methode ähnelte der heute am meisten verwendetsten Transplantationstechnik : Der Strip-Technik. Diese ersten Methoden blieben der westlichen Welt jedoch durch den 2. Weltkreig bis zum Jahr 1958 verborgen.

 

Erste Haartransplantation in Amerika

Der New Yorker Arzt Dr. Orenteich begann in den 50er Jahren mit Erfolg auf die kahlen Stellen von erblichen Haarausfall verschonte Haare aus des Haarkranzes  zu verpflanzen. Orenteich benutzte dabei einen Metallzylinder und stanzte Grafts aus und setzte diese an betroffene Stellen des Haarausfalls wieder ein. Somit begann die Ära der Haartransplantation als kosmetische Behandlung von männlicher Glatzenbildung.

Die entwickelten Methoden des Amerikaners Dr. Orenteich und des japanischen Dermatologen Dr. Okuda wurden in den folgenden 30 Jahren zu den Standards der Haartransplantation. Auch die Stanzzylinder enwickelten sich immer weiter.

In den 80er Jahren wurde die Haartransplantation erneut weiterentwickelt. Denn durch die Grafts entstand ein relativ unnatürlicher Effekt, der Insel-Effekf. Aus diesem Grund wurden die Grafts verkleinert und es wurden Minigrafts und noch feinere Micrografts entwickelt. Durch die kleineren Haarinseln ließen sich viel natürlichere Haaransätze rekonstruieren.

Dr. Bob Limmer entdeckte dann 1988 bei einer Präparation von Grafts, dass Haare nicht einzeln, sondern in kleineren Gruppen wachsen. Diese Gruppe nennt man follikuläre Einheit (FUs). Die Verwednung der FUs als ein Graft erzielte ein noch natürlicheres Ergebnis. Die neue Abkürzung des Verfahrens lautete: „FUSS“ (Follicular Unit Strip Surgery).

 

Die Innovation der 90er

In Australien revolutionierten in den 90er Jahren  die Ärzte Dr. Ray Woods und seine Schwester Dr. Angela Campbell die Haartransplantation mit der FUE-Technik. Hierbei wurde der traumatisierende und unschöne Skalpellschnitt durch feine Nadelstiche ersetzt. Die FUE ist wesentlich schonender und komplikationsloser als seine Vorgänger und hinterlässt auch keine auffälligen Narben. Die neue Methode löste die lange bewährte Strip-Methode ab. Nun kann eine Haartransplantation auch natürliche Ergebnisse erzielen. Bis 2005 stiegen die meisten Ärzte auf die moderne FUE-Technik um.

 

 

 

 

Haartransplantation in der Geschichte was last modified: April 12th, 2016 by admin
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