Haarausfall durch Schilddrüse begünstigt

Schilddrüse

Für viele Betroffene, die unter Haarausfall leiden, ist es oft eine psychische Belastung. Doch anders als vielleicht vermutet, sind nicht immer nur die Gene Schuld an einem Haarausfall. Denn auch Schilddrüsenfunktionsstörungen, die durch eine Blutuntersuchung festgestellt werden können, können die Ursache für einen Haarausfall sein. Dabei sind die sogenannten Schilddrüsenhormone T3 (Trijodthyronin) und T4 (Thyroxin) verantwortlich für das Ausfallen der Haare, da sie den Stoffwechsel beeinflussen und auch Einfluss auf haarbildende Zellen im Organismus haben.

Haarausfall sowohl bei Über- als auch Unterfunktion der Schilddrüse

Studien zufolge sind rund fünf Prozent der Bevölkerung von einer Schilddrüsenüberfunktion (auch Hyperthyreose genannt) des Organs betroffen. Diese hat zur Folge, dass sich zu viele Schilddrüsenhormone im Blut befinden, wodurch sich das Wachstum der Haare beschleunigt. Allerdings fallen die Haare auch wieder schnell aus, da sie früher in die Ruhephase wechseln und so nur eine geringe Länge erreichen. Darüber hinaus werden sie immer dünner, brüchiger und feiner, sodass u.a. Geheimratsecken entstehen.

Doch auch eine Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) kann als Symptom einen Haarausfall mit sich ziehen. In etwa jeder zweite Patient mit einer Schilddrüsenunterfunktion ist auch von Haarausfall geplagt, was den Haarausfall zum zweithäufigsten Symptom der Schilddrüsenunterfunktion macht. Doch nicht nur die Haare sind dann oft trocken, rau und stumpf, sondern auch die Haut und Nägel weisen diese Symptome auf.

Es besteht jedoch kein Zusammenhang zwischen der Intensität der Störung der Schilddrüsenfunktion und dem Ausmaß des Haarausfalls. Es ist also keinesfalls so, dass eine starke Hormonfehlfunktion zu vermehrtem Haarausfall führt. So kann z.B. aber schon bei einer leicht ausgeprägten Unter- oder Überfunktion der Schilddrüse der Haarausfall stark ausfallen.

Medikamente gegen Schilddrüsenerkrankungen begünstigen ebenfalls einen Haarausfall

Die bei einer Überfunktion der Schilddrüse zum Einsatz kommenden Medikamente können gelegentlich auch zu einem Haarausfall führen. Allerdings ist es viel häufiger der Fall, dass eine vorherrschende Schilddrüsenerkrankung den Haarausfall noch für eine gewisse Zeit begünstigt. Somit ist an dieser Stelle wichtig anzumerken, dass nur eine konsequente Behandlung den Haarausfall letztendlich stoppen kann. Es ist daher sinnvoll, Geduld an den Tag zu legen und keinesfalls die Arzneimittel vorzeitig abzusetzen.

Haarausfall durch Schilddrüse begünstigt was last modified: August 24th, 2016 by admin
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