Haarausfall bei Frauen – Die Ursachen

Haarausfall

Haarausfall – die Ursachen sind vielfältig. Häufig werden die Gene, Hormone oder das Immunsystem für den Haarverlust verantwortlich gemacht. Doch woher kommen diese Probleme im Allgemeinen? Verschiedene Krankheiten sind oft der Grund, weshalb der Körper aus dem Gleichgewicht gerät. Der Haarausfall ist dabei nur eines von vielen Symptomen. Unser Körper verändert sich stetig und ist der Haaraufall nicht erblich bedingt, so reicht die Ursache von Haarausfall weit aus tiefer als erwartet. Besonders Frauen leiden durch eine Vielzahl von „typisch weiblichen“ Krankheiten und Umständen an Haarausfall. Viele wissen jedoch nicht wodurch der Haarverlust verursacht wird. Im folgenden Beitrag werden wir die „typisch weiblichen“ Ursachen von Haarausfall näher betrachten.

 Stress, Trauer und Sorgen führen zu Haarausfall

Viele Menschen unterschätzen oft die Kraft der Psyche auf den Körper. Dauerhafter Stress, Sorgen oder gar ein Trauerzustand können tatsächlich Haarausfall zur Folge haben. Ist die Psyche auf lange Sicht angeschlagen, hat das immer körperliche Konsequenzen. Dieser Stress kann unter anderem durch berufliche oder partnerschaftliche Probleme entstehen, durch die Pflege der eigenen Kinder oder durch den Verlust eines geliebten Menschens. Neben Haarausfall kann der Stress auch zu Infektanfälligkeit und Kopfschmerzen führen. Doch wie kann ein psychisches Problem so stark auf den Körper einwirken? Stress ist eben nicht nur ein psychischer Zustand, sondern auch ein messbarer Wert in unserem Körper. Bei Stress werden verstärkt Neurotransmitter ausgeschüttet. Diese Stoffe wirken sich dann negativ auf unser Immunsystem und unsere Haarfolikel aus. Der Haarverlust kann sogar noch schlimmer sein, wenn die Frau bereits durch genetische, immunologische oder hormonelle Ursachen vorbelastet ist. Der Teufelskreis Haarausfall kann sich zudem durch Schlafmangel erweitern. Denn Stress und Sorgen führen in den meisten Fällen auch zu Schlafmangel. Dieser Schlafmangel begünstigt erneut weiteren Haarausfall, denn beim Schlafen regenerieren sich unsere Haarwurzeln für gewöhnlich.

Stress ist belastend und manchmal unvermeidlich. Versuchen Sie dennoch bei Möglichkeit ruhig zu bleiben, besonders wenn Ihnen bereits bekannt ist, dass Sie an bestimmten Krankheiten leiden, die sich durch Stress verschlimmern. Suchen sie sich bei Dauerstress oder nicht endender Trauerverarbeitung Hilfe bei einem Psychologen oder Psychotherapeuten. Versuchen Sie zudem immer ausreichend zu Schlafen um Haarausfall vorzubeugen.

Hormone, die das Leben der Frau beeinflussen

Die durch Stress ausgelösten Hormone können also Haarausfall auslösen. Es ließ sich immer wieder nachweisen, dass gerade Hormone einen starken Einfluss auf unsere Haare haben. Besonders Frauen erleben in ihrem Leben eine regelrechte Hormonachterbahn. Schon in der Pubertät sind wir den Folgen unserer Hormone ausgesetz. Der Mensturationszyklus hat starke zeitliche Hormonschwankungen zur Folge und zudem beginnen viele mit der Einnahme der Pille. Auch eine Schwangerschaft stellt  den Hormonhaushalt nachhaltig ziemlich auf den Kopf. Letztendlich folgen dann noch die Wechseljahre, die abermals eine Belastungsprobe für unsere Haare darstellen. Der Zusammenhang zwischen Hormonen und Haarwachstum oder Ausfall ist dabei sehr einfach zu erklären. Das weibliche Hormon Östrogen regt die Haarwurzeln zum Wachsen an. Je nachdem wie viele dieser Hormone produziert werden, fallen Haare aus oder wachsen prächtig. In jedem Lebensstadium einer Frau wird unterschiedlich viel Östrogen produziert. Die Einnahme der Pille oder eine Schwangerschaft haben dann noch zusätzlichen Einfluss auf den Östrogenspiegel. Im Leben erleben Frauen ein ständiges Auf und Ab an Hormonen. Beispielsweise wird das Haarwachstum während einer Schwangerschaft angeregt, dass ganze kann jedoch etwa acht Wochen nach der Entbindung ins Gegenteil umschlagen. Durch die starke hormonelle Umstellung kann es dann zu vermehrtem Haaraufall kommen. Meistens normalisiert sich in diesem Fall  der Haarverlust wieder. Nach der Pubertät und in den Wechseljahren kann ebenfalls verstärkt Haarausfall auftreten.

Lassen Sie sich in jedem Fall von Ihrem/er  Gynäkologen/in beraten. Sie sind die richtigen Ansprechpartner für die passende Einnahme der Pille oder bei einem Pillenwechsel und bieten Lösungen für Probleme in den Wechseljahren an. Hier gibt es schon einige Medikamente, die den hormonellen Übergang in dieser Zeit erleichtern.

Haarausfall durch Chemie in Haarpflege- und Stylingprodukten

Die Haarpflege kann in manchen Fällen mehr schaden als nutzen. Auf den verschiedenen Produkten findet man oft eine Liste mit etlichen Chemiekalien, dessen wahre Wirkung wir im seltensten Fall kennen. Durch die Inhaltstoffe und eine falsche Anwendung kann so Haarausfall gefördert werden.

Wir schwächen unsere Haare bereits bei der Haarwäsche. Hier wird oft mehr Shampoo verwendet als nötig ist. In der Regel wird hier nur eine haselnussgroße Menge gebraucht. Auch auf das Einwirken des Shampoos kann verzichtet werden. Denn den Haaren wird während dieser Zeit viel zu viel Feuchtigkeit enzogen, was zur Reizung der Kopfhaut führt. Zudem sollte man alle Haarpflegeprodukte bei der Haarwäsche gründlich auswaschen um Rückstände zu vermeiden. Spühlen Sie am besten so lange bis keine Schaumbläschen mehr von den Haaren kommen. Nach dem Waschen werden die Haare dann mit dem Föhn strapaziert. Wer Föhnhitze vermeiden will, kann die Haare am Abend waschen und anschließend an der Luft trocknen lassen. Was ist wesentlich schonender für Haut und Haare.

Am nächsten Morgen beginnt das Haarstyling. Auch hier schädigen wir unsere Haare mit Chemiekalien aller Art. Selbst hochwertige Produkte zerstören hierbei die Haarstruktur und können so zu Haarausfall führen. Gel und Haarwachs stellen ebenfalls eine besondere Herausvorderung für unsere Haare dar. Die zähe Konsistenz verschließt die Poren und verhindert den Sauerstoffaustausch auf der Kopfhaut. Reizungen und Haarausfall können die Folge sein. Aus diesem Grund müssen Haargel, Haarlack und Wachs immer gründlich ausgewaschen und ausgebürstet werden. Als Alternative kann auch Haarschaum in geringen Maßen verwendet werden. Denn auch hier gilt wieder: weniger ist mehr.

Verdauungsprobleme und Haarausfall

Unsere Verdauung ist sehr wichtig für die Aufnahme von zahlreichen Nährstoffen. Auch unsere Haare profitieren von einer guten Verdauung. Bei einem funktionierenden Organismus müssen alle Teile unseres Körpers zusammenarbeiten und sich ergänzen. So fällt es leichter zu verstehen, warum die Verdauung auch wichtig für unsere Haare ist. Sind wir von Krankheiten oder bereits erblich vorbelastet kann unsere Verdauung die wichtigen Mineralstoffe und Spurenelemente nicht ausreichend aufnehmen. Auf Dauer ensteht so ein Nährstoffmangel im Körper. Gleichzeitig wird dadurch das Immunsystem geschwächt. Die Folge kann immunologisch bedingter Haarausfall sein. Nährstoffmangel kann aber auch selbstverschuldet entstehen, zum Beispiel durch eine schlechte Ernährung und wenig Bewegung oder durch einen generell ungesunden Lebensstil.

Um Haarausfall vorzubeugen sollten Sie daher immer auf ihren Körper achten. Essen Sie gesund, treiben Sie Sport und lassen Sie Ihre Gesundheit regelmäßig abchecken. Klären Sie beim Arzt mögliche Erkrankungen ab. Besonders viele Frauen leiden an Stoffwechselstörungen, die durch Schilddrüsenunterfunktion, Hashimoto oder anderen Immunerkrankungen entstehen.

Fazit: Es muss nicht zwangsläufig zum Haarausfall kommen, aber die Wahrscheinlichkeit Haare zu verlieren kann sich durch verschiedene Aspekte stark erhöhen. Die unterschiedlichen Faktoren und das Zusammenspiel aus Genen, Hormonen, dem Immunsystem und Stress können uns stark belasten und uns viele Haare kosten. Ziehen Sie deswegen unterschiedliche Ursachen in Betracht und erkennen Sie mehrere Möglichkeiten als Antwort an. Denn nur so können Sie Lösungen für Ihren Haarausfall finden.

 

 

 

 

 

Haarausfall bei Frauen – Die Ursachen was last modified: Mai 2nd, 2016 by admin
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