Begünstigt Sport den Haarausfall?

Sport

Sport hält nicht nur fit und jung, sondern hat sich auch als Allzweckwaffe gegen gesundheitliche Beschwerden bewährt. So soll eine sportliche Betätigung sich auch positiv auf den Haarverlust auswirken. Doch sieht man sich im Fitnessstudio um, so fällt auf, dass viele junge Männer nur noch wenig Haare auf dem Kopf haben und sich erste kahle Stellen bemerkbar machen. Welcher Aussage soll man nun Glauben schenken?

Haarverlust durch Sport in Form von Krafttraining

Sie finden vermehrt Haare im Waschbecken vor, treiben gleichzeitig viel Sport und vermuten, dass die Ursache für den Haarausfall beim Ausüben von sportlichen Tätigkeiten liegt? Dem ist leider nicht so, auch wenn es auf den ersten Blick als die Lösung scheint. Denn dass Sport einen Haarverlust begünstigen kann, ist wissenschaftlich nicht erwiesen. Ferner suchen die Betroffenen eher nach einem Grund dafür, dass ihnen langsam aber sicher die Haare ausfallen. Allerdings besteht so kein Zusammenhang zwischen einer sportlichen Betätigung wie Krafttraining und einem Haarausfall.

Bei der Ausübung einer normalen sportlichen Tätigkeit besteht also nicht die Gefahr, dass dies zu einem Haarverlust führt. Sollte es doch zu einem Haarausfall kommen, so liegt das nicht an dem Sport, den man ausübt, sondern eher daran, dass die Ursache dafür genetisch oder medizinisch bedingt ist. Auch in jungen Jahren kann man so von einem Haarausfall betroffen sein, was z.B. an einem erhöhten Testosteronspiegel liegen kann. Hier ist anzumerken, dass Sport wie beispielsweise Krafttraining den Testosteronspiegel erhöht, woraus das Gerücht entstand, dass es einen Zusammenhang zwischen Sport und Haarausfall geben muss. Jedoch ist es so, dass das männliche Geschlechtshormon gar nicht so stark ansteigen kann, als dass es Einfluss auf unseren Haarwachstum nehmen würde.

Allerdings kann ein Hormonmissbrauch sehr wohl zu einem Haarausfall führen. Denn durch die Einnahme von Steroiden, die dem Sportler extra Kraft fürs Training geben, fährt der Körper die eigene Produktion von Testosteron herunter. Da die Konzentration des Testosterons in eben solchen Doping-Mitteln viel höher ist, als verträglich für den Körper, kann dies zu Nebenwirkungen wie eben Haarausfall führen.

Eine andere Theorie für den Haarausfall bei übermäßigem Sport besagt, dass der Körper dann zu viel Milchsäure produziert, woraus eine Übersäuerung resultiert. Dies wiederum bedeutet, dass die körpereigenen Mineralstoffspeicher angegriffen werden, um die Übersäuerung auszugleichen. Dies führt dazu, dass nicht nur der Haarboden, sondern auch Zähne und Knochen an Energie verlieren. Es ist daher äußerst ratsam, die sportliche Betätigung auf ein gesundes Maß zu reduzieren.

Kann sich Sport auch positiv auf den Haarverlust auswirken?

Dass man sich bei einer mäßigen sportlichen Betätigung keine Gedanken darüber machen muss, dass sich diese negativ auf den Haarwachstum auswirken und sogar zu Haarausfall führen könnte, wurde oben bereits geklärt. Doch kann Sport auch den Haarausfall stoppen oder zumindest mindern, gilt er doch als Allheilmittel gegen viele körperliche Beschwerden? Laut Experten soll regelmäßigen Treiben von Sport sich wirklich positiv auf den Haarverlust auswirken, und zwar dadurch, dass Sport die Durchblutung der Kopfhaut fördert. Gymnastische Sportarten wie z.B. Yoga stellten sich als besonders geeignet heraus, da durch die Ausübung verstärkt Blut in die Kopfregion gepumpt wird, indem man beispielsweise eine Übung kopfüber ausführen muss.

Eine körperliche Betätigung in Form eben solcher gymnastischen Sportarten stellt also sicher, dass es zu einer durchgängigen Durchblutung der Kapillaren in den Haarwurzel kommt. Auf diese Art und Weise bleibt die Struktur und Festigkeit der Haarwurzeln erhalten, sodass es erst gar nicht zu einem Haarausfall kommen kann.

Schlussfolgernd kann also gesagt werden, dass das Treiben von Sport in einem gesunden Maß nicht zu einem Haarausfall führen kann und sogar im Gegenteil einen Haarverlust lindern oder entgegenwirken kann. Lediglich in Verbindung des Missbrauchs von Anabolika kann dies zur Glatzenbildung beitragen. Wichtig anzumerken ist aber auch, dass bei mindestens 50 % der von einem Haarausfall Betroffenen die Ursache erblich-hormonell bedingt ist.

Begünstigt Sport den Haarausfall? was last modified: Juli 20th, 2016 by admin
Bewerte uns
%d Bloggern gefällt das: